Form follows Nature

Eine Geschichte der Natur als Modell für Formfindung
in Ingenieurbau, Architektur und Kunst

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13. Dezember 2011 – 26. Januar 2012


Eröffnung: Dienstag, 13. Dezember 2011, 18.30 Uhr

Aedes Am Pfefferberg, Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin
Öffnungszeiten: Di-Fr 11 bis 18.30 Uhr, Sa-So 13 bis 17 Uhr

Diese Ausstellung wurde ermöglicht mit der großzügigen Unterstützung von:


“Das ästhetische Element kann man nicht direkt planen. Eine ästhetische Form steht am Ende eines Prozesses. Allein mit dem Willen zur Schönheit wird man sie nicht erreichen. Wenn wir ehrlich gearbeitet haben, bekommen wir sie manchmal geschenkt.”

                                                             Frei Otto im Gespräch mit Rudolf Finsterwalder am 28.10.2008

Seit jeher beschäftigt die Menschheit sich mit der Natur als Vorbild, als Ziel und Herausforderung in ihrer Vollkommenheit. Die Natur ist in vielerlei Hinsicht ein Fundus für den schaffenden Menschen - aber auch ein Kontrapunkt in der eigenen Arbeit. Sowohl die energetisch und konstruktiv optimierten Formen sind Vorbild, als auch die Anpassungsfähigkeit und Vielseitigkeit. Naturwissenschaftler, Ingenieure, Architekten, Künstler und Musiker schöpfen aus dem reichen Fundus der Natur, lernen daraus und lassen sich inspirieren. Die Formenvielfalt der Natur erscheint unendlich. Aus einer begrenzten Anzahl von mathematischen Gesetzen entsteht eine scheinbar endlose Anzahl von Formen und Mustern.

Die Ausstellung und das gleichnamige Buch, im Springer Verlag erschienen, zeigen einen Abriss der Geschichte der Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur und bieten einen Ausblick auf weitere mögliche Lektionen. Vertreter verschiedener Disziplinen zeigen ihre Arbeiten, die sich mit den Formen und Strukturen der Natur auseinandersetzen. Die Ausstellungsgestaltung transportiert das Konzept des naturwissenschaftlichen Arbeitens. Präsentiert werden ausgewählte Arbeiten in Form von Modellen und Bildern, Musik und Projektionen von Frei Otto, Carsten Nicolai, Dieter Dolezel und Finsterwalder Architekten. Modelle und Skulpturen werden wie in einem Archiv in Stahlregalen präsentiert. Pläne, Bilder und Texte werden auf Karten in Karteikästen gezeigt. So lädt die Ausstellung zum intensiven Studieren und Forschen ein.

Initiiert und umgesetzt wurden Ausstellung und Buch vom Architekturbüro Finsterwalder Architekten, Maria und Rudolf Finsterwalder. Ideen und Projekte werden von ihnen unabhängig von Aufträgen entwickelt und in Bauten umgesetzt. Sie kreieren Architekturen und Tragwerke in einem experimentellen Prozess, einem fast wissenschaftlichen Ansatz. Die Auseinandersetzung mit Formen und Strukturen der Natur stehen dabei im Mittelpunkt des Interesses. Eine organische, ganzheitliche Architektur ist das Ziel.

Zur Eröffnung sprechen:
Dr.h.c. Kristin Feireiss, Aedes Berlin
Florian Heilmeyer, Journalist


Die Leihgaben der Exponate von Frei Otto wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:
„saai | Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau am KIT, Werkarchiv Frei Otto“

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